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Bereits über 2000 Grippe-Fälle in Deutschland

Berlin (dpa) - Rund 2400 Grippe-Fälle sind in Deutschland seit
<br></br>Oktober bereits gemeldet worden, darunter auch sechs Todesfälle.
<br></br>Allein in der ersten Januarwoche seien es 489 Fälle gewesen, sagte
<br></br>Silke Buda vom Robert Koch-Institut.

Die vergangene
<br></br>Grippe-Saison sei stürmischer losgegangen. Die Dunkelziffer liege
<br></br>stets viel höher, weil nicht alle Grippekranken untersucht würden.
<br></br>Nur laborbestätigte Fälle müssen an die Gesundheitsämter gemeldet
<br></br>werden.

Wer sich noch impfen sollte

Die Komponenten des diesjährigen Impfstoffs passten gut zu den
<br></br>bislang entdeckten Viren des Typs A. «Wer noch nicht geimpft ist und
<br></br>zu den Risikogruppen gehört, sollte das jetzt tun », sagte Buda. Dazu
<br></br>zählten über 60-Jährige, chronisch Kranke, Schwangere und
<br></br>medizinisches Personal. Es dauert allerdings bis zu zwei Wochen, bis
<br></br>ein Impfschutz aufgebaut ist. Und es ist nicht sicher, dass jeder
<br></br>Arzt noch Impfstoff bekommt.

Wegen des Impfstoffmangels in dieser Saison hat Deutschland mehrere
<br></br>Tausend Dosen Grippe-Impfstoffe von EU-Ländern importiert. Dennoch
<br></br>gibt es mancherorts noch Engpässe bei der Versorgung. Allein nach
<br></br>Berlin seien 3000 Dosen geordert worden, sagte eine Sprecherin des
<br></br>Landesamts für Gesundheit und Soziales. Das Saarland erhielt nach
<br></br>Auskunft der Landesapothekenkammer «sehr kleine Mengen» von
<br></br>Impfstoffen aus Polen und Frankreich, dennoch sei nun keiner mehr
<br></br>verfügbar. Auch nach Bayern wurden Impfstoffe importiert. «Wir hatten
<br></br>eine enorm erhöhte Nachfrage», sagte der Sprecher der
<br></br>Landesapothekenkammer Thomas Metz.

Apotheken in Schleswig-Holstein hätten Impfstoffe «im vierstelligen
<br></br>Bereich» aus dem Ausland, überwiegend aus Großbritannien bezogen,
<br></br>sagte der Geschäftsführer der Landesapothekenkammer, Frank
<br></br>Jaschkowski. «Damit konnten kleinere Versorgungslücken geschlossen
<br></br>werden.» Geschätzt einige Tausend Menschen des Bundeslandes hätten
<br></br>sich wegen des Impfstoffmangels nicht gegen Grippe impfen lassen. In
<br></br>anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gibt es
<br></br>nach Behördenangaben keine größeren Probleme mit den Impfstoffen.

Hohe Nachfrage nach Impfstoff

Die ungewöhnlich starke Grippewelle der vergangenen Saison sehen
<br></br>Experten als einen Grund dafür an, dass sich diesmal so viele
<br></br>Menschen impfen ließen. Ein weiterer Grund sei die Einführung des
<br></br>Vierfach-Impfstoffs, der als wirksamer gilt als der mit drei
<br></br>Komponenten, sagte eine Sprecherin des für Impfstoffe zuständigen
<br></br>Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Für diese Saison hatte das PEI 15,7 Millionen Dosen freigegeben, rund
<br></br>eine Million mehr als in der Vorsaison verimpft worden waren. Nach
<br></br>Engpässen hatte das Bundesgesundheitsministerium im November den
<br></br>Import von weiteren Grippe-Impfstoffen erlaubt.

Die Herstellung der Impfstoffe muss langfristig geplant werden, denn
<br></br>sie dauert mehrere Monate und geschieht nach wie vor zumeist mit
<br></br>Hilfe von Hühnereiern. Die Pharmafirmen produzieren im November zudem
<br></br>die Grippeimpfstoffe für die Südhalbkugel und haben daher keine
<br></br>weiteren Kapazitäten.

Die frühe Planung der Impfstoffzahl ist schwierig. Auch 2005 kam es
<br></br>zu einem Mangel. Aus Angst vor der Vogelgrippe hatten sich viele
<br></br>Menschen impfen lassen, obwohl die gewöhnliche Grippe-Impfung gar
<br></br>nicht davor schützt, wie eine PEI-Sprecherin damals sagte.

Die vergangene Grippewelle hatte das RKI bereits als stärkste in
<br></br>Deutschland seit Jahren gewertet. Geschätzte neun Millionen Menschen
<br></br>sind wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen, vermutlich
<br></br>starben mehr als 20.000 Menschen, vor allem Ältere.

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